Nahwärme Biomassekraftwerk Vorchdorf
Seit mehr als 15 Jahren beliefert die Nahwärme Vorchdorf die Region mit erneuerbarer Energie aus Holz und Hackgut. Die Nahwärme Vorchdorf versorgt die Region mit Wärme aus regionalem Holz und Hackgut. Mit dem Ausbau der Anlage wurde die bestehende Wärmeerzeugung erweitert und zusätzlich die Produktion von Strom aus Holzgas ermöglicht.
Damit nutzt die Nahwärme Vorchdorf einen nachwachsenden, regional verfügbaren Energieträger zur Wärme- und Stromversorgung und reduziert den Einsatz fossiler Energieträger.
Durch den Ausbau der Nahwärme Vorchdorf wird neben der Wärmeerzeugung auch Strom mit Holzgas, welches bei der Verglühung der Hackschnitzel entsteht, produziert. Die neue Holzgasanlage (3 x 165 kW) ermöglicht die Versorgung von rund 850 Einfamilienhäusern mit Strom und erzeugt zudem 1000 kWh Wärme für die Vorchdorfer Bevölkerung. Durch die zwei zusätzlichen Biomassekessel (3000 kW und 500 kW) können weitere 900 Einfamilienhäuser mit insgesamt 18.000 MWh produzierter Wärme versorgt werden.
Umweltwirkung:
Nach Angaben des Projektbetreibers werden durch das Biomasseheizwerk jährlich rund 6.700 Tonnen CO₂ eingespart. Neben dem eingesparten Kohlendioxid bewirkt aber auch der Ursprung des Brennstoffs einen nachhaltigen Effekt. Denn das Hackgut wird aus den Wäldern der Region bezogen, was kurze Transportwege und eine lokale Wertschöpfung schafft. Zudem werden Wälder, Hecken und Ökoflächen bewirtschaftet und das regionale Erscheinungsbild bleibt erhalten.
Das Projekt lässt sich insbesondere folgenden Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen zuordnen:
SDG 7 – Bezahlbare und saubere Energie
durch die regionale Erzeugung von Wärme und Strom aus Biomasse und Holzgas.
SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden
durch die regionale Nahwärmeversorgung und die damit verbundene Energieinfrastruktur für Haushalte in Vorchdorf und Umgebung.
SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz
durch den Ersatz fossiler Energieträger und die damit verbundenen vermiedenen CO₂-Emissionen.
SDG 15 – Leben an Land
durch die Nutzung von Hackgut aus regionalen Wäldern und den damit verbundenen Bezug zur regionalen Waldbewirtschaftung.
Die SDGs dienen dabei als internationaler Orientierungsrahmen zur Einordnung der ökologischen und sozialen Wirkungsbereiche unserer finanzierten Projekte.
Unsere finanzierten Projekte tragen alle einen Teil dazu bei, die Sustainable Development Goals (kurz SDGs oder Global Goals) der Vereinten Nationen (UN) umzusetzen. Die SDGs haben für alle Staaten der Welt Gültigkeit. Sie bilden den Rahmen für nachhaltige Entwicklung auf wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Ebene. Ein schonender Umgang mit Ressourcen, verantwortungsvolle Sozialstandards oder die Reduktion von klimaschädlichen Gasen wird von allen Staaten eingefordert.
Nähere Informationen über die SDGs allgemein und die SDG in Österreich gibt es bei SDG Watch oder bei der Austrian Development Agency.